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12.) Wozu Jazz in der Schule?


In meiner Jugendzeit gab es keinen Jazz in der Schule und wahrscheinlich hätte ich ihn als ziemlich uncoole Sache abgetan, wenn ich das lernen hätte müssen, was ich heute in den Schulbüchern über Jazz lese. Das Lernen-Müssen und Benotet-Werden, das Reduzieren auf Begriffe und Kategorien – das spießt sich alles mit einem Gefühl für Jazz. Jazz-Mögen beruht auf Feeling, Lockerheit, Lässigkeit, Bewegungsgefühl. Jazz ist eine außereuropäische Kultur, eine Horizonterweiterung, eine Belebung.

Wenn ich Flamenco hören will, finde ich vielleicht in meiner Umgebung Musiker, die so etwas spielen können, und vielleicht sind sie auch bereit, Flamenco ein wenig zu erklären. Aber wenn ich echten, ausdrucksstarken Flamenco erleben will, dann muss ich die Insider dieser speziellen Musikkultur hören. Die spielen Flamenco nicht bloß, weil er sie begeistert, sondern weil sie Flamenco sind. Sie haben Flamenco im Blut, wie man so sagt. Und umgekehrt drückt der Flamenco ihr Leben, ihr Schicksal, ihre Identität aus. Das ist bei vielen anderen Musikkulturen ähnlich, auch bei der afro-amerikanischen Jazz-Tradition, und das verleiht diesen Kulturen eine besondere, tiefgehende Ausdruckskraft – mit jeweils eigenem Charakter. Die Jazz-Tradition ist besonders lässig und clever. Und sie hat einen unerschöpflichen Reichtum an Melodien, Rhythmen und vielschichtigen Sounds, sodass sie ein Leben lang spannend bleibt.

Vielleicht hört jemand in meinem Radioprogramm etwas, das einen Funken überspringen lässt. Und wenn jemand mehr erfahren möchte oder Anregungen sucht, ohne gleich Musiker werden zu wollen: Meine Website ist dafür gedacht.

Keep swingin‘, movin‘ and groovin‘!

 

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